Wie Der Konsum Von Cannabis Stress Reduziert

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Wie Der Konsum Von Cannabis Stress Reduziert

Cannabis ist möglicherweise eine natürliche und sichere Methode, die dabei hilft, Stress zu neutralisieren. Das geschieht aufgrund der Inhaltsstoffe der Pflanze, wie THC, die an Rezeptoren im menschlichen Körper binden und Gefühle von Stress und Angst lindern.

Cannabis erfährt immer mehr Anerkennung und Popularität als legitime und effektive Kräutermedizin, bis zu dem Grad, dass unzählige Länder und Regionen seine Nutzung als medizinische Substanz erlauben, um eine Vielzahl an Erkrankungen zu behandeln. So wie Cannabis bereits einen Platz inmitten der Behandlung von Erkrankungen wie Morbus Chron und chronischen Schmerzen hat, so weitet sich sein Gebrauch allmählich auf psychische Störungen aus und findet als potentielles Heilmittel breitgefächterte Anwendung bei Angstzuständen und Depression.

Es zeigte sich außerdem, dass Cannabis das Potenzial besitzt, das zu bekämpfen, dem wir tagtäglich ausgesetzt sind, nämlich dem Gefühl von Stress. Stress kann sich in vielen Formen äußern. Menschen mit Fristen für Arbeitsaufgaben oder mit einem sich nähernden Vorstellungsgespräch könnten umso mehr Stress empfinden, je näher dieser Zeitpunkt rückt. Andere Menschen leiden vielleicht an chronischem Stress, vielleicht erlaubt es ihnen ihr Arbeits- oder Familienleben nicht, sich Zeit für eine angemessene Erholung und Regneration zu nehmen, was möglicherweise zu einem schädlichen Aufbau von belastenden Situationen und Emotionen führen kann. Solltest Du an irgendeiner Form von Stress leiden, könnte Marihuana womöglich eine passende Lösung für Dich sein.

Durch seine tiefgreifende Effektivität, zusammen mit fast keinen Nebenwirkungen, bietet Marihuana die bestmögliche, natürliche Wahl, vor allem im Vergleich mit Medikamenten, die potentiell schädliche Nebenwirkungen oder Suchtverhalten nach sich ziehen können. Bevor wir nun näher darauf eingehen, wie Cannabis Stress lindern kann, sollten wir erst einmal näher betrachten, was Stress überhaupt ist.

WAS IST STRESS?

Stress hat einen eher schlechten Ruf und das ist in den meisten Fällen auch richtig. Jedoch existiert Stress auch aus gutem Grund. Die Stressreaktion spielte in unserer urzeitlichen Vergangenheit eine lebensnotwendige Rolle und ohne diese hätten unsere Vorfahren möglicherweise nicht überleben können. Stress und die Kampf- oder Fluchtreaktion sind eng miteinander verbunden. Wenn unsere Vorfahren auf einen wilden Jäger oder eine bevorstehende Gefahr trafen, schüttete der Körper Hormone wie Adrenalin, Cortisol und Norepinephrin aus, die unseren Körper auf eine schnelle und starke physische Belastung vorbereiten, wie etwas fluchtartiges Rennen mit Höchstgeschwindigkeit oder ein physischer Kampf auf Leben und Tod.

Der große Unterschied dabei ist, dass diese Situationen nur selten eintraten, sodass dieser Hormoncocktail und die Stressreaktion den menschlichen Körper nicht zu sehr beanspruchten. In der heutigen Zeit sind wir während traumatischen Erlebnissen oder in Zeiten der Not wahrscheinlich immer noch auf diese Reaktion angewiesen. Das sind gewissermaßen angemessene Zeitpunkte, um solche Extreme zu durchleben. Jedoch löst unser modernes Leben diese chemischen Botenstoffe auch in unangemessenen Situationen aus. Arbeit, Beziehungen und finanzielle Schwierigkeiten sind Beispiele für Bereiche, die über einen längeren Zeitraum zu erhöhten Stresshormonen und stressassoziierten Gefühlen führen, wahrscheinlich sogar in so langanhaltendem Maße, dass unsere Körper noch nicht so weit entwickelt sind, dass sie damit angemessen umgehen können.

Das kann negative Konsequenzen für unsere physische und mentale Gesundheit haben. Stress kann sich in Symptomen vielen zeigen, wie etwas einem niedrigen Energielevel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Leiden und Schmerzen und sogar schwachem sexuellen Verlangen und reduzierter Libido. Das Hormon Cortisol kann zu erhöhtem Blutdruck führen, wenn wir diesem Zustand lange genug ausgesetzt sind. Es kann außerdem zu einer suppressiven Immunfunktion, dem Verlangen nach Kohlenhydraten und zum Aufbau von Fettgewebe führen.

Offensichtlich möchte sich niemand so fühlen, doch für viele ist das lediglich eine Reaktion auf das Leben, das wir führen. Also wie genau kann Cannabis dabei helfen, dieses Szenario zu bewältigen? Gut, es wird sicherlich nicht die Quelle des Stresses verändern, den wir tagtäglich erfahren, aber es kann dabei helfen, die Stresswahrnehmung zu reduzieren und effizienter mit Stress umzugehen.

CANNABIS KONTRA STRESS

Der stereotype "Surfer Boy" mit langen blonden Locken und einer Hütte am Strand ist der Inbegriff eines entspannten Kiffers. Es ist eine bekannte, fast schon komische Tatsache, dass der Effekt von Cannabis einen entspannten Geisteszustand induziert. Über die persönliche Erfahrung hinaus entsteht immer mehr eine ziemlich solide Wissenschaft, die die beruhigenden Effekte des Cannabiskonsums mit der Linderung von Stress und Angst in Verbindung bringt. Die Grundlage hinter all dem ist die Präsenz eines bestimmten Systems im menschlichen Körper, das direkt mit den als Cannabinoide bekannten Inhaltsstoffen arbeitet, die sich in Cannabis befinden.

Dieses System ist als Endocannabinoid-System bekannt, eine Gruppe von Rezeptoren, an die Cannabinoide binden und diesen damit erlauben, erhebliche Effekte auf den Körper auszuüben. Dieses System interagiert außerdem mit endogenen Verbindungen innerhalb des menschlichen Körpers, den Endocannabinoiden, die mit den Cannabinoiden chemisch eng verwandt sind.

Eine Studie aus der Zeitschrift Trends in Pharmacological Sciences erklärt, "Seit langem bestehende Literatur bringt Endocannabinoide (ECBs) mit Stress, Furcht und Angst in Verbindung und führte somit zu zunehmendem Interesse an der Entwicklung neuer Anxiolytica, die das Endocannabinoid-System beeinflussen" und außerdem, "ist Cannabis eine der am häufigsten genutzten Drogen in der Welt, wobei geschichtliche Aufzeichnungen den Gebrauch durch östliche Kulturen bereits auf Jahrtausende zurückdatieren lassen. Cannabis und seine Derivate haben tiefgreifende Effekte auf eine Vielzahl an körperlichen und neuralen Funktionen, die von Ernährung und Stoffwechsel, bis hin zu Schmerzen und Kognitionen reichen. Epidemiologische Studien weisen jedoch darauf hin, dass der am weitesten verbreitete, selbst berichtete Grund für den Konsum von Cannabis in seiner Fähigkeit liegt, Stress, Anspannung und Angstzustände zu lindern".

Man glaubt, dass eine der Funktionen des Endocannabinoid-Systems darin liegt, Gefühle von Angst natürlich zu regulieren, indem es endogene Stoffe freisetzt, die chemisch eng verwandt sind mit denen, die man in der Cannabispflanze findet. Es gibt eine Vielzahl an identifizierten Cannabinoiden innerhalb der Cannabispflanze, THC ist jedoch aufgrund seiner psychoaktiven Effekte am bekanntesten und besonders bemerkenswert. Interessantweise gibt es das endogene Molekül Anandamid, das mit THC chemisch eng verwandt ist.

Anandamid ist mit Gefühlen von Glück und Positivität assoziiert und möglicherweise die Grundlage für das klassische Gefühl eines Läuferhochs. Anandamid und THC wirken beide über die selben Pfade im Gehirn und helfen daher beide, Gefühle von Stress und Angst zu lindern. Es ist schlichtweg unglaublich zu begreifen, dass THC, ein Molekül einer externen Pflanze, in der Lage ist, im menschlichen Körper solch tiefgreifende Effekte auszulösen, indem es mit einem solch spezifischen System interagiert und die bereits im menschlichen Körper existierenden Moleküle nachahmt.

Eine andere Studie, die in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology veröffentlicht wurde, betrachtete die Verbindung zwischen Cannabis und Stress genauer. Die Autoren merkten an: "Wiederkehrender Stress steht an der Spitze der Umweltbedingungen, die psychische Störungen wie Depression, Angstzustände und außerdem kognitive Beeinträchtigungen herbeiführen und verschlimmern. Vor kurzem konnten wir zeigen, dass Cannabinoide die Effekte von akutem Stress auf Lernen und Gedächtnis verhindern konnten. Hier wollten wir herausfinden, ob eine dauerhafte Behandlung mit Cannabinoiden die Langzeiteffekte von chronischem Stress, sowohl auf Gedächtnis und Plastizität, als auch auf die verhaltensbezogene und neuroendokrine Messung von Angst und Depression lindern konnte."

Diese spezielle Studie endete mit positiven und interessanten Ergebnissen und die Autoren erklärten, "unsere Ergebnisse indizieren, dass die Aktivierung von Cannabinoidrezeptoren einen neuen Ansatz darstellen könnte, um kognitive Defizite zu behandeln, die mit einer Reihe von stressbedingten neuropsychiatrischen Störungen einhergehen".